
Erfolge aus ihrem deutschen Leben, das vor einem Jahr jäh endete. Damals wurde die junge Kurdin in die Türkei abgeschoben. Ihre Familie, die zu diesem Zeitpunkt seit 14 Jahren in Deutschland lebte, bekam kein Bleiberecht, weil der Vater acht Jahre zuvor zu mehreren Geldstrafen verurteilt wurde. Er hatte Sozialamtsbedienstete angegriffen, die Residenzpflicht verletzt und mehrere Eigentumsdelikte begangen.
Bei Verstößen des Familienoberhauptes, so will es das Gesetz, werden Kinder mit abgeschoben. Das war rechtlich einwandfrei - und trotzdem gegen die Menschenwürde, finden Pfarrerinnen, Lehrer und Rentner, etwa 30 Mitglieder des Helferkreises, die in Gründau für das Überleben und die Rückkehr von Saliha Kazan und ihren sechs Kindern kämpfen.